CHIO Aachen aktuell

 

 

CHIO Aachen: Deutscher Triumph im Mercedes-Benz Nationenpreis

 

Auf diesen Sieg haben die deutschen Springreiter lange warten müssen! 2008 hatten sie zum letzten Mal den Mercedes-Benz Nationenpreis beim Weltfest des Pferdesports, dem CHIO Aachen, gewonnen und noch nie unter der Ägide des Bundestrainer-Duos Otto Becker und Heinrich-Hermann Engemann.

Die deutsche Springreit-Nationalmannschaft hat sich diesen ganz besonderen Sommerabend ausgesucht, um vor 38.500 Zuschauern in dieser außergewöhnlichen Arena den Bann zu brechen. Im Team ritten immerhin drei Reiter, die auch schon 2008 dabei gewesen waren: Meredith Michaels-Beerbaum (damals mit Shutterfly, heute mit Fibonacci), Christian Ahlmann (damals auf dem jüngst verstorbenen Cöster, heute mit Epleaser van’t Heike) und Ludger Beerbaum (2008 auf All Inclusive NRW, heute Abend im Sattel von Casello). Für Marco Kutscher und Montender waren heute Marcus Ehning und Pret a Tout am Start. Ludger Beerbaum sagte: „Ich bin mit unserer Leistung hier sehr sehr zufrieden. Das war definitiv einer der besseren Siege!“ Um nicht zu sagen: Besser geht es nicht. Denn nach den zwei Runden mussten die vier sich keinen einzigen Fehler ankreiden lassen.

 

Spannend war’s, hochspannend. Nach dem ersten Umlauf lagen Deutschland und die USA noch gleichauf, beide mit blütenreiner Weste. Einzig Christian Ahlmann und Epleaser van’t Heike leisteten sich einen leichten Fehler in der dreifachen Kombination vor der Mercedes-Benz Tribüne und bildeten das Streichergebnis. Für die USA waren bereits drei Paare fehlerfrei gewesen, so dass die beiden Bronzemedaillengewinner der Weltreiterspiele 2014, Beezie Madden und Cortes ’C’, im ersten Umlauf gar nicht an den Start gehen mussten – klarer Vorteil, sollte es zum Stechen kommen.

 

Doch in Runde zwei, als Madden es als letzte Reiterin ihres Teams in der Hand gehabt hätte, ein Stechen zu provozieren, nachdem drei deutsche Paare bereits fehlerfrei gewesen waren, stand der Wassergraben im Weg. Oder er war zu breit. Auf jeden Fall trat Cortes ’C’ hinein und machte den Sieg für Deutschland klar. Von den 38.500 Zuschauern in der Soers verkniffen sich geschätzte 38.250 einen Jubelschrei. Man ist ja sportlich fair! Die USA belegten gleichauf mit dem französischen Team Platz zwei.

 

Ein äußerst gut gelaunter Bundestrainer Becker plauderte nach der Siegerehrung über den Stress, den er im Vorfeld vor Aachen gehabt hatte, weil er entscheiden musste, den potenziellen Olympiareiter Daniel Deußer auf die Reservebank zu schicken: „Ich wollte nicht, dass das als Fingerzeig in Richtung Rio verstanden wird!“ Wer dort bei den Olympischen Spielen an den Start gehen darf, steht auch jetzt noch nicht fest. Zumal Christian Ahlmann, Marcus Ehning und Ludger Beerbaum zwei Pferde auf der Shortlist stehen haben. „Zum Glück haben wir dieses Luxusproblem“, sagt Becker. Auf die Frage, welches seiner Pferde er favorisieren würde, ist Marcus Ehning ganz klar: „Ist mir egal, aber mit einem will ich!“ Man wird sehen. Am Montag muss Becker fünf Reiter und Pferde benennen, die die Reise nach Brasilien antreten. Ein Paar als Reserve. Hauptsache, Meredith Michaels-Beerbaum ist im Falle ihrer Nominierung wieder genauso gut präpariert wie heute Abend: „Fibonacci ist heute geflogen. Für den zweiten Umlauf habe ich mir ein bisschen Klebezeug auf die Stiefel geschmiert. Damit habe ich mich sicherer gefühlt.“

 

Noch einer war glücklich mit dem Verlauf des Nationenpreises 2016: Dr. Carsten Oder, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Mercedes-Benz Cars Vertrieb Deutschland. Er outete sich als Pferdeflüsterer: „Ich habe draußen mit den Pferden gesprochen. Sie haben mir gesagt, dass sie ein bisschen neidisch waren, dass nur die Reiter vor Beginn des Nationenpreises im Mercedes durch die Soers kutschiert werden. Da werden wir uns etwas einfallen lassen für das kommende Jahr!“ Das wird dann das 62. Jahr der Partnerschaft zwischen dem CHIO Aachen und Mercedes-Benz sein.

 

CHIO Aachen: Turkish Airlines-Preis von Europa geht nach Kanada

 

Der Turkish Airlines-Preis von Europa ist traditionell der Höhepunkt der Springprüfungen am Mittwoch des CHIO Aachen, des Weltfests des Pferdesports. Der Sieg ging nach Kanada, an den Olympiasieger von 2008, Eric Lamaze. Und auch für die Zukunft ist sichergestellt, dass Lamaze und Fine Lady rund um den Globus von Sieg zu Sieg reiten können. Von Generalsponsor Turkish Airlines – der übrigens gerade zum sechsten Mal in Folge zur besten Airline Europas gewählt wurde – gab es nämlich eine Million Flugmeilen als Bonus. Da wird man das Paar aus Kanada wohl auch in Zukunft regelmäßig in der Soers begrüßen dürfen.

 

Der französische Weltranglistenerste Simon Delestre wurde Zweiter im Sattel von Qlassic Bois Margot. Platz drei ging nach Belgien, an Olivier Philippaerts auf Challenge v. Begijnakker Z, ein Pferd, das übrigens schon Oliviers Vater Ludo Philippaerts durch die Soers getragen hatte.

 

Als „testing but fair“, anspruchsvoll, aber fair, hatte Rolex Grand Slam-Gewinner Scott Brash den Parcours nach der Besichtigung eingeschätzt. Der Wassergraben und die Kombination über Gräben seien seiner Ansicht nach die beiden Klippen, ergänzte Brash noch. Damit lag er ganz richtig, wie sich zeigen sollte. Die beachtliche Zahl von 16 Reitern hatte es ins Stechen geschafft – Brash selbst war allerdings nicht darunter. Dem gegenüber standen aber beispielsweise Größen des Sports wie Ludger Beerbaum, die den Parcours gar nicht beenden konnten. Beerbaums Hengst Chaman quittierte den Dienst vor der Kombination über Gräben. Nach der zweiten Verweigerung gab der erfolgreichste aktive Springreiter der Welt auf.

 

Das mit dem „testing“ war also keine Übertreibung. Auch das Stechen erwies sich als anspruchsvoll. Die Paare am Anfang riskierten viel und kassierten Fehler. Den ersten strafpunktfreien Ritt lieferte Deutschlands Daniel Deußer mit seinem Olympia-Kandidaten First Class van Eeckelghem. Doch seine Freude über die Führung währte nicht lange. Denn nach ihm war Christian Ahlmann mit Taloubet Z an der Reihe, seinem Ferrari, wie der Mann aus Marl den Hengst gern bezeichnet. Der machte seinem Spitznamen alle Ehre, blieb fehlerfrei und war schneller als Deußers First Class. Doch auch seine Zeit war zu schlagen. Ahlmann wurde am Ende Fünfter, Deußer Siebter.

 

Als Eric Lamaze den ersten Sprung in Angriff nahm, war klar: Da hat sich jemand etwas vorgenommen! Dabei musste Lamaze nicht viel Druck auf seine kleine Stute ausüben. Im Gegenteil: „Sie ist sehr ehrgeizig und gibt immer 100 Prozent. Außerdem hat sie eine natürliche Grundschnelligkeit und braucht ein gewisses Tempo, damit sie selbstbewusst über die großen Oxer springt. Wenn man sie so reitet, kann sie alles springen.“ Das hat Fine Lady in den vergangenen Monaten immer wieder unter Beweis gestellt. 

 

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Die CHIO Aachen Party-Nacht

 

Diesen ganz besonderen CHIO Aachen-Auftritt ließ sich auch das schwedische Königspaar nicht entgehen: Als der schwedische Superstar des Eurovision Song Contest, Måns Zelmerlöw, am späten Abend bei der „Media Night“ performte, waren auch Ihre Majestäten König Carl XVI Gustaf und Königin Silvia von Schweden noch anwesend.

 

Mehrere hundert Gäste feierten beim traditionellen Gala-Abend anlässlich des CHIO Aachen im „Champions´ Circle“ auf dem traditionsreichen Turniergelände in der Aachener Soers. Neben dem Königspaar waren auch Gäste wie Prinzessin Benedikte von Dänemark oder der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz der Einladung der CHIO Aachen-Organisatoren gefolgt. Mit-Gastgeber Hermann Bühlbecker hatte die Schauspielerin Bo Derek mit nach Aachen gebracht. Die Gäste aus dem öffentlichen Leben, Sport, Politik, Wirtschaft und Medien hatten zuvor gemeinsam mit knapp 40.000 Zuschauern im nahezu ausverkauften Hauptstadion die spektakuläre Eröffnungsfeier rund um das diesjährige Partnerland Schweden verfolgt. Bis spät in die Nacht wurde dann noch beim erlesenene Catering von „Do&Co“ aus Wien die außergewöhnliche CHIO Aachen-Atmosphäre weiter gefeiert.

 

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Königin Silvia, Mans Zelmerlöw und Pippi & Co. eröffnen den CHIO Aachen 2016

 

Alter Schwede, war das schön. Mit einer 90minütigen Eröffnungsshow rund um das diesjährige Partnerland Schweden begeisterten die Organisatoren des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, gestern fast 40.000 Zuscahuer im nahezu ausverkauften Hauptstadion. Schon im Vorfeld hatte es geheißen, diese Eröffnungsfeier würde alles bislang Dagewesene in den Schatten stellen. Man hatte nicht zu viel versprochen.

Das Land der Dalapferde hatte seine Königin nach Aachen geschickt. Ihre Majestät, Königin Silvia von Schweden, wurde an der Seite ihres Gatten, Seiner Majestät, König Carl XVI Gustaf, begleitet vom königlichen Leibgardebataillon und der königlichen Feuerwehrkapelle, unter dem Jubel der Menge mit der Kutsche in die Soers gefahren. Sie nahm dann auf der Ehrentribüne Platz, wo sie unter anderem bereits von Prinzessin Benedikte von Dänemark erwartet wurde. Doch zuvor galt es, das Aachener Publikum zu begrüßen und den CHIO 2016 offiziell zu eröffnen. Damit, dass sie zwischendurch immer wieder vom Applaus im ausverkauften Stadion unterbrochen werden würde, hatte sie gerechnet: „Ich habe schon gehört, dass in Aachen ein besonderes Publikum ist.“

 

Dieses besondere Publikum hatte heute Abend jede Menge Gelegenheit, ausgiebig zu applaudieren. In der Show wurde heute in der Soers Schwedens Geschichte vom Mittelalter bis zum Eurovision Songcontest-Gewinner von 2015 durchgespielt. Ritter trafen sich zum Turnier mit Ringreiten und Lanzenstechen („Lasset das Turnier beginnen, möge der beste Ritter gewinnen!“). Das Mittelalter machte einer Horde wilder Winkinger Platz, die schließlich mit ihren Kaltblütern zu Popmusik von Avicii (der bekanntlich aus Schweden kommt) eine Quadrille vor der Loge der Ehrengäste zelebrierten.

Doch was wäre ein schwedisches Fest ohne Mittsommer bzw. Midsommar? Eben. Kein schwedisches Fest. Also hatten die Aachener rund 400 bis 500 „Mittsommernachtsgäste“ in die Soers geladen, die in Tracht unter den geschmückten Mitsommerstangen zu schwedischer Tanzmusik feierten. Das fröhliche Treiben wurde kurzfristig unterbrochen als Michel von Lönneberga nebst Schwester Ida in der Ponykutsche in die Soers einfuhr, um die Nationalflagge zu hissen. Doch da baumelte plötzlich statt des schwedischen Banners Ida am Mast. Typisch Michel! Wahrscheinlich sitzt Michel noch immer im Schuppen und schnitzt Holzmännchen – so denn sein Vater bei der Verfolgung des Missetäters erfolgreicher war als die Polizisten Kling und Klang, die Pippi Langstrumpf (Greta Klimke, Tochter von Vielseitigkeits-Star Ingrid) und ihrem Kleinen Onkel mal wieder vergeblich auf den Fersen waren.

Als Abba dann auf vier Schimmeln spanischer Rasse einritten, um zu „Waterloo“ und „The Winner takes it all“ die Hohe Schule der Dressur zu präsentieren, erklangen statt des Pippi Langstrumpf-Songs nun jene 1970er-Jahre Hits, die noch heute beinahe jedes Kind kennt.

Nachdem Königin Silvia den schwedischen CHIO-Teilnehmern, die im Kutschenkorso paradierten, noch zugewinkt und ihnen viel Glück gewünscht hatte, wurden Luftballons in den Himmel geschickt, mit denen auf die Europameisterschaften 2017 hingewiesen wurde. Die finden nämlich in der schwedischen Metropole Göteborg statt.

Den krönenenden Abschluss, der gleichzeitig die Brücke ins Hier und Jetzt schlug, bildete der Gewinner des Eurovision Songcontest 2015, Måns Zelmerlöw, der die Zuschauer endgültig von den Sitzen riss.

 

Ab morgen steht in Aachen nun bis Sonntag der Sport im Mittelpunkt. Denn in diesem Jahr heißt es: „Erst CHIO, dann RIO.“ Für viele Nationen, unter anderem Deutschland, ist der CHIO Aachen die entscheidende Sichtung zu den Olympischen Spielen. Mit anderen Worten: Wer ein Ticket nach Südamerika buchen will, muss in Aachen Leistung zeigen. Dementsprechend kann man sich in den kommenden Tagen auf Weltklasseleistungen von Zwei- und Vierbeinern freuen.

 

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CHIO Aachen: STAWAG Eröffnungsspringen an Italiens Speedspezialist

 

Wenn Springreiter Emanuele Gaudiano gegen die Uhr antritt, muss die Konkurrenz sich warm anziehen. Der Italiener ist bekannt für schnelle Runden. Da hat er heute beim STAWAG Eröffnungsspringen des CHIO Aachen 2016 keine Ausnahme gemacht. Mit fast vier Sekunden Vorsprung sicherte er sich im Sattel des elfjährigen Wallachs Kentucky v. Neerhof Z das STAWAG Eröffnungsspringen. Sein Geheimnis? „I try it every time!“ Zu Deutsch: „Ich versuche es jedes Mal!“ Allerdings ist Kentucky v. Neerhof Z auch sein Speedpferd. Für die weiteren großen Aufgaben diese Woche hat er fünf Pferde zum CHIO mitgebracht.

 

Höchst erfreulich war das Abschneiden der deutschen Nachwuchsspringreiter. Vor allem von Maurice Tebbel. Der 22-jährige einstige Junioreneuropameister wurde bei seinem Aachen-Debüt auf Anhieb Zweiter im Sattel der mit neun Jahren auch noch recht jungen Stute Camilla PJ. „Einmal hier in Aachen zu reiten, ist der Traum jedes Reiters. Und wenn das dann noch in so jungen Jahren klappt, das ist schon klasse!“ Für ihn ist der CHIO Aachen sein Saisonhöhepunkt. Morgen peilt er den Preis von Europa an. „Und dann schauen wir mal, wofür wir uns noch qualifizieren können.“

 

Platziert waren von den deutschen Youngsters beispielsweise auch Patrick Stühlmeyer (26) mit Caramba auf Platz vier, Christian Kukuk (26) im Sattel von Carilot auf Rang sechs und Laura Klaphake (22) auf Silverstone als Achte.

 

Die deutschen Olympiakandidaten wie Ludger Beerbaum, Daniel Deußer, Christian Ahlmann, Marcus Ehning und Meredith Michaels-Beerbaum nutzten das STAWAG-Eröffnungsspringen als Einlaufprüfung für ihre Cracks. Sie blieben zwar fehlerfrei, ließen sich aber Zeit und waren so nicht in den vorderen Platzierungsreihen zu finden.

 

Bundestrainer Otto Becker war hoch zufrieden mit dem CHIO Aachen-Auftakt: „Die Bedingungen sind top, der Boden super und das Wetter kann so bleiben!“ Und nicht zuletzt freut er sich auch über das Abschneiden seiner Truppe, besonders der Nachwuchsgarde: „Wir versuchen immer, den jungen Leuten eine Chance zu geben, sich zu bewähren. Und wenn es dann gleich so läuft, ist das natürlich super!“

 

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Voltigieren beim CHIO Aachen: Überraschungssieg für Frankreich im Nationenpreis der Sparkassen

 

2010 war es Frankreich zum ersten und einzigen Mal gelungen, den Deutschen den Nationenpreissieg beim CHIO Aachen um den Preis der Sparkasse abzuluchsen. In diesem Jahr gelang es erneut. Damit hatte niemand gerechnet. Aber, wie Deutschlands Equipechefin Ulla Ramge es auf den Punkt brachte: „Das ist Sport, und Sport ist das, was an diesem Tag passiert.“ Ramge betonte weiter, dies zeige nur, dass Siege nicht selbstverständlich sind und dass alles auf den Punkt passen müsse, um am Tag X auch ganz vorne stehen zu können.

 

Der ehemalige Weltmeister Patric Looser, der in Aachen sowohl als Organisator als auch als Longenführer im Einsatz ist, hatte schon nach Pflicht und Technik gesagt, auf die französische Gruppe Noroc müsse man aufpassen. Die Kür sei ihre Stärke. Es kam wie angekündigt, die Mannschaft von Noroc schoss mit ihrer Kür – nach starken Vorleistungen der beiden Einzelvoltigierer Manon Noel und Vincent Haennel – den Vogel ab. Das ist wörtlich zu nehmen. Denn als Vögel verkleidet zelebrierte das Team eine fantasievolle und mit Höchstschwierigkeiten gespickte Kür, bei der jede Übung gelang. Das bedeutete den unangefochtenen Sieg für die Franzosen und „einen wichtigen Schritt für uns“, betonte Equipechef Davy Delaire. Denn in dieser Zusammensetzung wird Frankreich bei der WM im eigenen Land vom 18. bis 21. August in Le Mans antreten.

 

Überraschend war, dass nicht Deutschland I den Franzosen auf den Fersen war, sondern das Team Deutschland II, bestehend aus Weltcupsieger Daniel Kaiser, der Gewinnerin im Preis der Sparkasse von gestern, Kristina Boe, sowie dem Team Köln-Dünnwald II. Letztere waren kurzfristig eingesprungen, weil die Welt- und Europameister vom RSV Neuss-Grimlinghausen aufgrund einer Verletzung des Pferdes absagen mussten. Und Köln Dünnwald II nutzte seine Chance. „Ich habe großen Respekt vor der Leistung!“, zollte Bundestrainerin Ursula Ramge ihren Schützlingen Anerkennung.

 

Platz drei ging an die Österreicher, die mit Stefan Csandl und Theresa Thiel heute morgen auch schon die Pas de Deux-Sieger hatten stellen können. Für die beiden ist es übrigens der dritte Sieg hier in Aachen. Und das Ticket zur WM in Frankreich. Stefan Csandl war heute im Dauereinsatz. Nach dem Pas de Deux trat er im Nationenpreis sowohl als Einzelvoltigierer als auch als Untermann in der Gruppe vom VV Schloss Obersiebenbrunn an. Das dürfte ihn aber kaum gestört haben, denn wie er gestern schon sagte: „Hier in die Albert-Vahle-Halle einzulaufen, ist der Wahnsinn!“

 

Eher enttäuschend verlief der Tag für die Mannschaft Deutschland I. Sie war als haushoher Favorit angetreten mit der EM-Zweiten Corinna Knauf, Thomas Brüsewitz, dem Sieger im Preis der Sparkasse von gestern, und der Gruppe Köln-Dünnwald I, in der neben diesen beiden weitere Medaillenträger turnen. Am Ende wurde es nur Platz vier. Thomas Brüsewitz kam in seiner Kür aus dem Tritt und rutschte vom Pferd. Bigstar, sein neuer vierbeiniger Partner, wurde etwas zu schnell und der angehende Sportstudent konnte die Highlights seiner Kür nicht mehr zeigen. Bei den Weltmeisterschaften will er es besser machen. Er hat das Ticket für Le Mans nun ebenso in der Tasche wie Daniel Kaiser und der aktuelle Europameister Jannis Drewell, der aufgrund einer Verletzung seines Pferdes in Aachen nicht starten konnte. Bei den Damen vertreten Kristina Boe, Corinna Knauf und Janika Derks die deutschen Farben. Im Pas de Deux treten in Le Mans Janika Derks und Johannes Kay sowie Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes an.

 

Als voller Erfolg erwies sich einmal mehr das SAP Zuschauerrichten. Es wurde nicht nur gut angenommen, die große Jury hinter der Bande bewies auch Sachverstand. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war die Albert-Vahle-Halle beim Preis der Sparkasse bis auf den letzten Platz ausverkauft, berichtete der ALRV-Vorstandsvorsitzende Frank Kemperman und fügte noch hinzu: „Ich glaube fürs nächste Jahr auch schon.“

 

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Media Night beim CHIO Aachen: Vom schwedischen Königspaar über Veronica Ferres und Martin Schulz bis zu Bo Derek

 

Es ist DER Gala-Abend beim renommierten Weltfest des Pferdesports: Wenn die Organisatoren des CHIO Aachen zur traditionellen „Media Night“ laden, kommen Gäste aus Sport und gesellschaftlichem Leben, Politik, Medien und Wirtschaft in den „Champions´ Circle“ auf dem Turniergelände. So werden am Dienstagabend Ihre Majestäten König Carl XVI Gustaf und Königin Silvia von Schweden über einen der berühmtesten Roten Teppiche im internationalen Sport gehen. Dort treffen sie unter anderem auf Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Benedikte zu Dänemark, den Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz und Schauspielerin Veronica Ferres. Besonders werden sich die schwedischen Royals aber über einen Landsmann freuen: Måns Zelmerlöw, Superstar des Eurovision Song Contest, wird live bei der „Media Night“ performen. Auf Einladung von Mitgastgeber Hermann Bühlbecker wird der international bekannte Filmstar Bo Derek nach Aachen kommen.

Etwas später am Abend wird Königin Silvia den CHIO Aachen 2016 während der Eröffnungsfeier im Hauptstadion offiziell eröffnen. Begleitet wird sie dabei unter anderem vom berittenen Königlichen Leibgardebataillon. Ins Stadion einfahren wird sie gemeinsam mit König Carl XVI Gustaf in der Königlichen Gala-Barouche, einer um 1850 in Deutschland gefertigten Prachtkutsche. Die gesamte große Show zum offiziellen CHIO-Start werden Ihre Majestäten dann von der Ehrenloge aus verfolgen.

Derzeit gibt es noch Karten für die Eröffnungsfeier (Dienstag, 12.7., ab 20 Uhr). Sie können an der Hotline (0241-917-1111) oder online unter www.chioaachen.de bestellt werden.

 

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