DJM 2017 

 

 

Auf den Spuren von Ludger, Isabell und Co.

Aachen, 10. September 2017

Irgendwie waren sie allgegenwärtig, die Isabell Werths und Ludger Beerbaums. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Aachen 2017 auf dem CHIO Aachen-Gelände wandelten von Donnerstag bis Sonntag 650 Nachwuchssportler auf den Spuren ihrer Idole. In den Disziplinen Spring- und Dressurreiten und dem Voltigieren wurden die nationalen Nachwuchschampions gesucht, am Sonntagabend gingen die Titelkämpfe zu Ende.

Viele Blicke gingen an der legendären Siegertafel hoch, die am Einritt ins CHIO Aachen-Hauptstadion hängt. Ob der eigene Name dort eines Tages hängen wird? Das fragte sich so mancher der Nachwuchsstars. Elf Meistertitel wurden auf dem traditionsreichen Turniergelände in der Aachener Soers vergeben. „Ich bin mir sicher, dass wir viele von denen, die hier bei den Deutschen Jugendmeisterschaften vorne gelandet sind, eines Tages beim CHIO wiedersehen werden“, sagte Frank Kemperman, der Vorstandsvorsitzende des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV). Bis dahin genießen die Reiter diese ganz besondere Aachen Atmosphäre, „es ist großartig, in Aachen im Deutsche Bank Stadion zu reiten. Das sieht man sonst immer nur im Fernsehen und plötzlich reitet man selbst hier“, sagte Dressurreiterin Anne Middelberg, die am Sonntagvormittag Deutsche Meisterin der Ponyreiter wurde. Diese Atmosphäre hat es auch Schirmherrin Dr. Ursula von der Leyen angetan: „Dieser Aachen-Flair ist da.“ Sie dankte den Organisatoren dafür, „den jungen Menschen diese Begeisterung, diesen Spirit mitzugeben, ihnen zu ermöglichen, hier in diesen heiligen Hallen zu reiten.“ Schließlich seien die DJM keine Veranstaltung, mit der man Geld verdienen könne. Für ALRV-Präsident Carl Meulenbergh war die Ausrichtung indes keine Frage, schließlich „passen die Deutschen Jugendmeisterschaften hervorragend zum ALRV und seinem Engagement für die Jugend.“ Und so freute sich der Präsident über die herausragende Stimmung, und zum Finale am Sonntag gab’s dann auch den zuvor vermissten Sonnenschein.

650 Sportler starteten in vier verschiedenen Altersklassen, um elf nationale Meister zu ermitteln. Vier verschiedene Stadien hatten die Organisatoren für die unterschiedlichen Prüfungen angelegt, wegen der zunächst schwierigen Witterungsbedingungen wurde der Springplatz kurzfristig von einem Rasen- auf einen Sandplatz verlegt. Die Dressurwettbewerbe wurden wie beim CHIO Aachen im Deutsche Bank Stadion organisiert, die Voltigierer starteten in der Albert-Vahle-Halle. „Die Stimmung war an allen Tagen super“, so Frank Kemperman, der sich überaus zufrieden zeigte, dass „trotz des schlechten Wetters an den ersten Tagen viele viele Besucher die jungen Sportler angefeuert haben.“ Sein ausdrücklicher Dank galt noch einmal den Sponsoren und der Horst-Gebers-Stiftung für die Unterstützung der Veranstaltung.
 

 

Premiere zu Dritt

Aachen, 5. September 2017

Von Inga Schmidt/ FN

Nachwuchsspringreiter Teike, Beeke und Tjade Carstensen starten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen

Teike, Beeke und Tjade Carstensen aus Sollwitt in Schleswig-Holstein starten am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem CHIO Gelände in der Aachener Soers. Sie gehen zum ersten Mal gemeinsam zu dritt an den Start, reiten aber nicht gegeneinander. Teike startet in der Altersklasse der Jungen Reiter (U21), Beeke in der Altersklasse der Junioren (U18) und Tjade in der Altersklasse der Children (U14).

Für die Nachwuchsspringreiter Teike, Beeke und Tjade Carstensen aus Sollwitt sind die Deutschen Jugendmeisterschaften in diesem Jahr eine Art Premiere: „Wir fahren das erste Mal zu dritt auf ein großes Turnier“, sagt Teike. Die 19-Jährige vom RV Obere Ahrlau Behrendorf sattelt in Aachen ihre achtjährige Stute Cadour. „Ich reite sie schon länger, bisher aber eher in kleineren Prüfungen. Besonders in letzter Zeit ist sie über sich hinausgewachsen und hat sich mehr und mehr zu meinem Erstpferd entwickelt“, beschreibt die Nachwuchsspringreiterin ihr Pferd. In Aachen gehen die beiden in zwei Wertungsprüfungen auf S-Niveau an den Start. Die besten U21-Reiter der beiden Wertungsprüfungen qualifizieren sich für das abschließende Finale, das in zwei Umläufen entschieden wird. „Letztes Jahr habe ich das Finale knapp verpasst. Dieses Jahr möchte ich dort aber auf jeden Fall reiten“, resümiert Teike ihre Erwartungen. Schon vor Aachen hat die große Carstensen-Schwester Grund zu feiern. Im Rahmen der DKB-Bundeschampionate am Wochenende in Warendorf hat sie das Finale der sechsjährigen Springpferde mit ihrem Wallach Coral auf dem vierten Rang beendet. „Coral hat all unsere Erwartungen übertroffen, mit einer so guten Platzierung habe ich vorher nicht gerechnet“, freut sie sich.

Auch Teikes jüngere Schwester Beeke feierte kürzlich mit ihrer Stute Venetzia einen großen Erfolg. Bei der U18-Europameisterschaft im slowakischen Samorin freute sie sich mit ihren Teamkollegen nach einer spannenden Aufholjagd am Ende über Mannschaftsbronze. In Aachen startet sie jedoch mit Cara Mia. „Venetzia hat sich nach der EM wirklich eine Pause verdient und Cara Mia ist einfach top in Schuss“, erklärt Schwester Teike. Auch für Beeke sei das Finale das Ziel in Aachen. „Beeke wird richtig angreifen“, ist sich Teike sicher. Auch die Junioren reiten in Springprüfungen auf S-Niveau um die Medaillen.

Neben den beiden Schwestern ist auch der jüngste Carstensen, Bruder Tjade, in Aachen am Start. Der 12-Jährige reitet die Stute Zürich, die schon mit Teike erfolgreich S-Springen absolviert hat. Im vergangenen Jahr platzierten sich die beiden beispielweise beim Preis der Besten auf Rang sieben. „Zürich ist ein herzensgutes Pferd und wie eine Mama für Tjade. Sie passt im Parcours immer auf ihn auf“, beschreibt Teike die zehnjährige Holsteiner Stute. Tjade habe Zuhause kleinere Sprünge mit Zürich absolviert und das habe so gut geklappt, dass sie schließlich auf Turniere gefahren sind. „Die beiden sind richtig zusammen gewachsen“, freut sich Teike. Die Wertungsprüfungen der Children sowie das Finale sind Springprüfungen der Klasse M*.

Die drei Geschwister freuen sich auf ihre Premiere zu dritt bei den Deutschen Jugendmeisterschaften: „Wenn der jeweils andere reitet, stehen wir am Rand und fiebern mit. Ich finde es fast noch spannender, wenn Beeke oder Tjade im Parcours sind, als wenn ich selbst reite“, gibt die große Schwester zu. Unterstützung bekommen die drei von allen Seiten. „Oma und Opa kommen mit, drücken die Daumen und feuern uns an. Zuhause kümmern sich Freunde und Bekannte um den Hof und unsere anderen Pferde. Alle stehen voll hinter uns“, sagt die Nachwuchsspringreiterin.


Copyright: Isabelle Sandforth Photography

 

Aus Spanien zu den Deutschen Jugendmeisterschaften – im Gespräch mit Alejandro Sanchez Mehlkopf

Neun Tage sind es noch, bis vom 7. bis 10. September die Deutschen Jugendmeisterschaften in der Aachener Soers ausgetragen werden.

Die wohl längste Anreise zu den DJM hat Alejandro Sanchez Mehlkopf auf sich genommen. Der 16-jährige Spanier wird mit seinem Zangersheider-Wallach „Dream Boy“ für den Landesverband Rheinland bei den Junioren im Springen an den Start gehen. „Es ist schon ungewöhnlich, dass ich mich für die Deutschen Jugendmeisterschaften qualifiziert habe, obwohl ich eigentlich für Spanien reite und auch dort lebe. Da meine Familie und auch „Dream Boy“ aber hier in Deutschland wohnen und ich in den Ferien gelegentlich auch hier auf Turnieren an den Start gehe, konnte ich mich über die Rheinischen Meisterschaften für die DJM qualifizieren“, berichtet Mehlkopf, der sowohl einen Reitausweis für Spanien als auch für Deutschland besitzt. „Natürlich ist es manchmal schwierig, alles zu vereinbaren und richtige Ferien habe ich dann auch nicht, wenn ich so viel unterwegs bin und auf verschiedenen Turnieren starte, aber für die Chance, an den Deutschen Meisterschaften teilzunehmen, mache ich das natürlich gerne“, fasst der Junior zusammen.

Sein neunjähriger Wallach wird während seiner Abwesenheit von seiner Familie trainiert. Obwohl Alejandro auch in Spanien regelmäßig reitet und an Turnieren teilnimmt, ist es für ihn nicht selbstverständlich, nach so kurzer Vorbereitungszeit bei einem wichtigen Turnier wie den DJM an den Start zu gehen: „Aber ich weiß, dass ich mich auf mein Pferd verlassen kann, er ist eigentlich immer entspannt und gleichzeitig sehr konzentriert.“

Das Konzept des jungen Spaniers und seiner Familie scheint aufzugehen, bei den Rheinischen Meisterschaften konnte sich das Duo in einer Springprüfung der Klasse S bereits an dritter Stelle platzieren.

Springreiten wollte Alejandro Sanchez Mehlkopf schon immer: „Ich habe damals irgendwann angefangen, Ponys zu reiten und wollte dann auch unbedingt auf's Turnier, das liegt bei uns aber auch in der Familie!“

Seine Familie ist immer dabei, wenn Alejandro in Deutschland an den Start geht. Besonders unterstützt wird der Junior hierbei von seinem Opa Willibert Mehlkopf, der selbst zahlreiche Nationenpreise für Deutschland geritten ist.

Ein großes reiterliches Ziel hat der junge Reiter bereits klar vor Augen: „Einmal beim CHIO Aachen im Hauptstadion bei den Großen mitreiten“.

 

 

Foto: ALRV

 

Die DJM 2017 in der Aachener Soers – im Gespräch mit Frank Kemperman

Die Deutschen Jugendmeisterschaften (DJM) in den Disziplinen Springen, Dressur und Voltigieren werden vom 7. bis 10. September bereits zum dritten Mal in der Aachener Soers ausgetragen. Turnierleiter Frank Kemperman berichtet über die Förderung und Bedeutung des Nachwuchssports.

Was bedeutet es für Sie, die Deutschen Jugendmeisterschaften hier auf dem traditionsreichen Turniergelände in der Aachener Soers auszutragen?
Kemperman: Es ist für uns sehr wichtig. Wir haben beim CHIO Aachen jährlich die besten Reiter und Pferde am Start, aber die Jugend ist unsere Zukunft. Deshalb freuen wir uns besonders, in Kürze die Deutschen Jugendmeisterschaften auf unserem Gelände auszutragen, denn die jungen Sportler sind die großen Stars von Morgen.

Wie wichtig ist die Nachwuchsförderung für den Sport?
Kemperman: Wir haben beim letzten CHIO Aachen gesehen, dass auch die jungen Leute den Sprung in die Mannschaft geschafft haben. Das geht nur durch intensive frühzeitige Förderung. Wir fördern den Nachwuchssport schon seit Jahren, indem wir den Nachwuchsreitern professionelle Bedingungen bieten – zum Beispiel beim Aachen Jumping Youngsters – Salut Festival. Auch Laura Klaphake und Maurice Tebbel, die nun Teil der Mannschaft beim CHIO Aachen waren, sind oftmals beim Salut Festival gestartet.

Was macht einen sehr guten Nachwuchssportler aus?
Kemperman: Ein guter Charakter, das richtige Pferd – die Kombination und die Ausbildung müssen einfach stimmen, gerade deshalb ist es so wichtig, die jungen Leute gut auf ihrem Weg zu begleiten.

Was macht ein erfolgreiches Jugendturnier aus?
Kemperman: Wichtig für uns als Veranstalter sind eine tolle Atmosphäre, schöne Reitplätze und guter Sport. Die Reiter sollen ein besonderes Erlebnis in Aachen haben, mit guten Bedingungen und einem tollen Publikum. Es soll für sie der erste Schritt in Richtung Seniorensport sein.

Die DJM wurden bereits 2003 und 2010 in Aachen ausgetragen, was hat sich seitdem verändert?
Kemperman: Eine große Änderung ist der Einfluss der sozialen Medien und die Informationsbereitstellung über das Internet, das gab es früher so nicht. Zudem haben sich die Bedingungen auf der Anlage weiter verbessert, wir haben zum Beispiel einen überdachten Trainingsplatz, aber grundsätzlich gilt: Unser Rasen ist immer noch grün, der Sand immer noch weiß – das wird auch so bleiben.

Wie wird der Jugendsport bei Ihnen über das Jahr hinweg gefördert?
Kemperman: Jugendförderung ist uns insgesamt wichtig. Wir haben schon beim CHIO Aachen einige Prüfungen für junge Reiter, seit vielen Jahren veranstalten wir das Aachen Jumping Youngsters – Salut-Festival – in diesem Jahr zum ersten Mal auch das Aachen Dressage Youngsters. Das im Zusammenhang mit der DJM zeigt, wie wichtig uns die Jugendarbeit ist. 

 

Daniel Hagmanns beim Aachen Jumping Youngsters - Salut Festival 2016. Copyright: Alexander Marx
 
DJM Aachen: Große Kulisse für junge Reiter – Im Gespräch mit Daniel Hagmanns aus Heinsberg

Trotz seiner jungen Jahre kann Daniel Hagmanns aus Heinsberg schon auf eine beachtliche Reiterkarriere zurückblicken. Er ist einer von vier Teilnehmern in der Altersklasse Children (U14 auf Großpferden), die der Landesverband Rheinland für die Deutschen Jugendmeisterschaften (DJM) in Aachen (8.-10. September) nominiert hat. Mit seinem „Canter de la Chavee“ wird er im Springen an den Start gehen.

Wie bist Du zum Pferdesport gekommen?
Hagmanns: Zum Reitsport gekommen bin ich durch meine Schwester, die sich sehnlichst ein Pony gewünscht hatte. Ich habe mit sieben Jahren mein Shetland-Pony bekommen und dieses bis zum E-Springen gebracht. Das war damals noch auf Gut Hanbruch, in Aachen. Anfangs sind wir eher im Aachener Wald ausgeritten, doch ich wusste schon früh, dass ich gerne Springreiter werden wollte. Ich war von Anfang an recht ehrgeizig, obwohl mein Pony es mir anfangs wirklich nicht leicht gemacht hat. Ernsthafte Turnierambitionen haben sich dann nach unserem Umzug nach Heinsberg entwickelt, als wir mehr oder weniger zufällig im Reitsportzentrum Pütt landeten. Dort bekam ich gute Pferde gestellt und lernte meinen Trainer kennen.

Mit welchem Pferd gehst Du bei den Deutschen Jugendmeisterschaften an den Start?
Hagmanns: Mein Wallach wird mir vom Reitsportzentrum zur Verfügung gestellt. Er heißt „Canter de la Chavee“ und ist ein neunjähriges belgisches Sportpferd.

Was ist der größte Erfolg, den Du mit diesem Pferd zusammen hattest?
Hagmanns: Das ist noch gar nicht so lange her, Anfang August haben wir in Kevelaer den zweiten Platz in einem M Springen belegen können.

Was bedeuten die DJM in Aachen für Dich?
Hagmanns: Die DJM sind das bisher größte Ereignis in meiner Karriere. Ich hatte nicht erwartet, dass ich jetzt schon für die DJM nominiert werde.

Worauf freust Du Dich besonders?
Hagmanns: In erster Linie auf die Prüfungen, aber auch auf die besondere Atmosphäre und darauf, viele neue Leute kennen zu lernen.

Ist Deine Entwicklung das Ergebnis harter Arbeit oder auch Glück?
Hagmanns: Es steckt sehr harte Arbeit dahinter. Fast täglich reite ich bis zu vier Pferde. Die Vereinbarung von Schule und Training stellt eine tägliche Herausforderung dar. Ich besuche das Kreisgymnasium Heinsberg und lerne oft bis in den späten Abend hinein, da ich den Nachmittag und frühen Abend zum Training benötige. Selbst auf Autofahrten und in Pausenzeiten übe ich Vokabeln. Sonstige Freizeit bleibt da außerhalb der Ferien keine.

Welches Ziel verfolgst Du, was möchtest Du als Reiter erreichen?
Hagmanns: Ich möchte Berufsreiter werden, dafür trainiere ich jeden Tag sehr hart.

Wie wichtig sind dabei Turniere wie die DJM?
Hagmanns: Hier kann ich ganz besonders wertvolle Erfahrungen sammeln, aber auch wichtige Kontakte knüpfen. Vielleicht schon im Hinblick auf einen Ausbildungsplatz.

Kannst Du Dir vorstellen in ein paar Jahren im Hauptstadion bei den „Großen“ mitzureiten?
Hagmanns: Ja, klar, das ist natürlich ein großes Ziel.

Wer ist immer dabei, wenn Du zum Turnier fährst?
Hagmanns: Mein Trainer und meine Mutter sind immer an meiner Seite, unterstützen mich tatkräftig und fiebern natürlich auch immer mit.

 
Copyright: Holger Schupp

 

 

Auf dem CHIO-Gelände: Top-Pferdesport, Shoppen und Ponyreiten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften vom 8. bis 10. September

Der ein oder andere der Nachwuchssportler wird wohl schon mal einen Blick ins Hauptstadion werfen. Dort, wo vor kurzem noch Ludger Beerbaum und Co.  beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, um 2,7 Millionen Euro Preisgeld gekämpft haben, angefeuert von 350.000 Besuchern.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften, die in einem Monat auf der traditionsreichen Anlage des CHIO Aachen beginnen, ist alles noch ein paar Nummern kleiner. Allerdings nicht minder professionell organisiert. „Wir wollen den Aktiven bestmögliche Bedingungen ermöglichen“, sagt Frank Kemperman. Der Niederländer ist Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV) und Turnierleiter sowohl des CHIO Aachen wie auch der DJM. Wenn also vom 8. bis zum 10. September Deutschlands beste Nachwuchsreiter und -voltigierer im Schatten des Hauptstadions starten, werden sie original CHIO-Luft schnuppern können. Und idealerweise gelingt dann irgendwann der Sprung in den großen Sport – so wie bei Laura Klaphake. Sie wurde 2010 hier in der Aachener Soers Deutsche Meisterin der Ponyspringreiter, in diesem Jahr startete sie nicht nur erfolgreich beim CHIO Aachen, sondern gehört auch der Nationenpreis-Equipe an.

In drei Disziplinen (Springen, Dressur, Voltigieren) und vier Altersklassen werden die besten nationalen Nachwuchsreiter starten: Children (nur Springen, bis 14 Jahre), Ponyreiter (bis 16 Jahre), Junioren (bis 18) und Junge Reiter (bis 21). Die Voltigierer starten in den Kategorien Juniorengruppen (bis 18), Damen (bis 18) und Herren (bis 18).

Freitag, Samstag und Sonntag sind pickepackevoll mit Sport. Ab dem frühen Morgen geht es auf vier verschiedenen Plätzen um die nationalen Meistertitel. Die Voltigierer starten genau wie beim CHIO Aachen in der Albert-Vahle-Halle. Die Springreiter gehen auf dem CHIO-Fahrplatz in den Parcours und die Dressurreiter starten auf gleich zwei Plätzen. Neben großem Sport gibt es natürlich auch die Möglichkeit zum Shoppen, neben dem Fahrplatz wird es Ausstellungsflächen geben, inklusive gastronomischer Angebote. Und die ganz Kleinen dürfen sich beim Ponyreiten auch schon mal im Sattel versuchen. Der Eintritt ist an allen Tagen frei (beim Voltigieren gibt es ein begrenztes Platzangebot), und auch das Parken wird kostenlos direkt neben dem Turniergelände möglich sein.

Mit der Ausrichtung der Deutschen Jugendmeisterschaften setzt der ALRV sein Engagement für den reiterlichen Nachwuchs konsequent fort. Neben der Integration von Nachwuchsprüfungen beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, haben sich die Organisatoren einen Namen als Ausrichter des jährlichen „Aachen Jumping Youngsters – Salut Festival“ gemacht. Ab diesem Jahr kommt das „Aachen Dressage Youngsters“ hinzu. „Wir werden dieses Engagement für die Jugend auch zukünftig weiter ausbauen“, so Frank Kemperman.

 

 

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